Ressourcen stärken #11

Probleme wird es immer geben. Hast du schon mal daran gedacht, das Wort “Problem” durch ein anderes zu ersetzen? Ich nicht, bis es eine gute Freundin tat. Sie sagte, sie habe keine Probleme mehr …

Antwort 11

Ich stutzte als ich begriff, was sie sagte. Jeder hat Probleme. Und jedes Problem ist individuell zu betrachten. Aber nein, sie beteuerte keine Probleme zu haben!

“Was hast du stattdessen?”, fragte ich skeptisch.
“Ich habe nur noch Themen.”

Aha, eine ungewohnte Sicht war das für mich. Aber gut, wenn sie denkt. Anfangs belächelte ich ihren Standpunkt. So richtig los ließ mich das aber nicht.
Problem = Thema –> ist was Wahres dran. Oder?

Aber zurück zur 11. Frage

11

Mein Leben wäre definitiv ruhiger und entspannter. Meine Gedanken wären im Einklang mit mir und meinem ganzen Leben an sich. Ich wäre vielleicht in Krisenmomenten umgänglicher. Würde ablehnende menschenbezogene unvermeidliche Situationen besser wegstecken, weil diese Tage vergänglich sind.

Auch denke ich, wäre ich respektvoller mir gegenüber. Ich würde nicht so viel hinterfragen, nicht so viel meckern, vielmehr die Geschehnisse wertfrei hinnehmen und selbst entscheiden, was ich dazu fühlen möchte. OMG, klingt das abgedroschen. Hab ich das wirklich geschrieben? Scheinbar schon… Ich lösche es nicht. Zwinkerndes Smiley

Daran arbeite ich derzeit… Meine Gedanken und meinen Körper zu “entaggressivieren”. Ich nehme viel auf. Denn vollkommen abschotten kann sich keiner in der heutigen modernen Gesellschaft. Habe ich aber wirklich das Recht, alles und jeden zu bewerten bzw. zu beurteilen?

Nein, das Recht habe ich nicht. Und trotzdem macht das mein Kopf voll automatisch. Und diese Gedankenkette mit all den Gefühlen und Erwartungen, die ich augenscheinlich nicht steuern kann, zerstört mein inneres und äußerliches Gleichgewicht.

Während des Schreibens denke ich an Buddha. Ich möchte auch gern einen Bauch voller Glück haben. Smiley Mit dem Gedankenbild verbinde ich Ruhe und Einklang mit sich selbst. Und das, obwohl Buddha alles andere, aber nicht der heutigen sehr dünnen Gewichtsklasse entspricht. Smiley Schade, dass sich sehr viele darüber definieren wollen.

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Anmerkung

Die Fragen ersetzen keine Therapie. Auch handelt es sich hierbei um meine persönliche Erfahrung bzw. meine persönliche Sicht der Dinge. Bitte schließe NICHT von mir auf andere. Von einer Generalisierung nehme ich großen Abstand. Meine Erlebnisse nutze ich rein zu präventiven Zwecken, NICHT um ein solches Suchtverhalten vorzuleben.

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich.

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In den letzten Wochen

5 Gedanken zu “Ressourcen stärken #11

  1. carirate schreibt:

    Liebe Michaela,
    Ich möchte dir gerne zu diesem schönen Artikel etwas Schreiben, weil mich dieses Thema auch schon länger beschäftigt.

    Ich finde deinen Vorsatz deine Gedanken und deinen Körper zu „entaggressivieren“, super!

    Ich möchte dir an dieser Stelle gerne nochmal ein Buch empfehlen, was ich an anderer Stelle glaube ich auch schon mal erwähnt habe: „Jetzt – die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle.
    Er beschreibt unter dem Abschnitt „Alle Probleme sind Einbildung des Verstandes“, wie der Verstand von uns Menschen sich den ganzen Tag immer wieder mit Problemen beschäftigt und sie dadurch eigentlich erst erschafft.

    Hier nochmal drei Sätze als Zitat von ihm, weil ich es, glaub ich nicht so gut auf den Punkt bringe:

    „Probleme werden vom Verstand erschaffen und benötigen Zeit zum Überleben. In der Realität der Gegenwart können sie nicht überleben. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Jetzt und sage mir, welches Problem du in diesem Moment hast.“

    Ich finde es lohnt sich in jedem Fall die eigenen Gedanken immer mal wieder zu beobachten, ihnen bewusst zuzuhören. Ich mache das immer wieder mal und diese Übung hilft mir unheimlich in diesem Moment aus meinem Gedankenkarussell auszusteigen, weil ich dann merke, was ich zum Teil für einen Quatsch zusammendenke… und dass es überhaupt nichts mit dem jetzt zu tun hat. Denn die einzige Zeit und der einzige Ort, in der und an dem unser Leben stattfindet ist das hier und jetzt. Immer!
    Hätte, wäre, könnte, was wenn, usw… sind Gift…

    Klingt vielleicht ziemlich radikal… ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass es stimmt.
    Aber, wie der Mensch so ist, glaubt er erst das, was der eigenen Erfahrung entspringt ;-)…

    Ich bin selbst trotzdem noch lange nicht über diese Themen hinweg ;-)…

    Die Betrachtung von Problemen als „Themen“ ist auf jeden Fall auch ein super Ansatz, weil es die Wertung raus nimmt und hilft alles nüchterner zu Betrachten :-)!

    Und Bewertungen und Beurteilungen sind auf jeden Fall auch ein großes Gift im Denken von uns Menschen…

    Vielen Dank für diesen Artikel :-).

    Und frohes Wachsen auf deinem Weg mit diesen Themen ;-)!

    VG Caritas

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Caritas,
      entschuldige die späte Antwort. 😉 Danke für deinen ausführlichen Kommentar mit persönlichem Einblick.
      Das besagte Buch werde ich mir wohl mal anschauen. Du merkst an meinem Satzbau, dass mir aktuell die Zeit fürs Lesen fehlt. 😉
      Ich bin auch eine von denen, die gewisse Dinge und Ansichten erst wahrnehmen, wenn mir diese persönlich passieren. Das ist wohl das Los des Alters. 🙂
      Hab eine gute Woche
      VG Michaela

      Gefällt mir

      • carirate schreibt:

        Mir geht’s selber auch so mit den Einsichten ;-)… ich glaub, ich war aber als Kind schon So, erst wenn ich selbst auf die heiße Herdplatte greife, glaube ich dass sie heiß ist ;-).

        Das Buch ist sehr lesefreundlich für einen vollgepackten Alltag. Es gibt im gesamten Buch ein Zeichen für „Pause“ , eine empfohlene Pause des Autors sozusagen. Manchmal taucht dieses Zeichen schon nach einer halben Seite auf, manchmal erst nach 2 oder 3 Seiten.

        Ich hab das beim Lesen als sehr angenehm empfunden. Es hat den Zweck, das gelesene sacken zu lassen und im Alltag selbst nachzuempfinden, ob man quasi mit den Aussagen mitgehen kann, bzw. die angesprochenen Dinge zu beobachten, auszuprobieren…

        Machs gut und eine angenehme Woche dir!

        LG Caritas

        Gefällt 1 Person

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