Ressourcen stärken #10

Diesen Artikel schreibe ich ein 2. Mal. Das, was vorher drin stand, ist nach wie vor aktuell. Jedoch empfinde ich meine Gedanken zu der Frage als nicht mehr zeitgemäß. Wie heißt es so schön: “Ein denkender Mensch ändert seine Meinung.” (Friedrich Nitzsche)

Meine 10. Antwort

Mein Arbeitsalltag ist voll. Oftmals so voll, dass ich gar nicht weiß, mit was ich beginnen soll. In den letzten Tagen und Wochen zog der Wunsch einer Veränderung in mein Gedankenkonstrukt ein.

Zuerst schob ich das stechende Gefühl weg. Ich wollte mich mit dem dahinterliegenden Bedürfnis nicht befassen.

Doch es stach immer wieder zu. Wie eine Hornisse bedrängte es mich. Ich wurde aggressiv, übellaunisch und gereizt. Meine Familie und den Besuch, den wir zu dem Zeitpunkt hatten, erwischten jeden Tag die volle Breitseite. Zwar entschuldigte ich mich immer wieder, weil ich mir meiner Negativität bewusst war. Jedoch konnte ich nicht aus meiner Haut.

Dann fuhr ich mit meinem Sohn und Hund ein paar Tage in den Bayrischen Wald zum Wandern. Der Abstand von allem tat mir sehr gut. Aber nicht nur der Abstand, auch die qualitativ hochwertige Zeit mit meinem Sohn. Wir lachten und alberten, kuschelten und redeten. Wir fanden wieder zueinander, in der hektischen Zeit.

Falsch: In meiner hektischen Zeit, in der so viel Beachtung findet, aber im Grunde das zu kurz kommt, was viel mehr Beachtung benötigt. Unsere Kinder…

Ich habe die Zeit genutzt, um mein Verhalten zu reflektieren. Immer wieder stach der Wunsch nach Veränderung zu. Dennoch war ich noch immer nicht bereit, mich dem anzunehmen. Ich erlaubte es mir nicht, in das Stechen hinein zu fühlen. Denn ich habe eine Aufgabe, die ich zu erfüllen habe. Komme was wolle, ich muss das durchziehen, was ich vor 4 Jahren voller Motivation begann.

Und dann kam der 11. + 12. + 13.08. um die Ecke. Ich stand früh auf, wie immer. An den 3 Tagen rebellierte mein Körper kurz nachdem ich das Bett verlassen habe. Ich unterzuckerte mal mehr mal weniger schnell, obwohl ich kein Diabetiker bin. Im Normalfall spüre ich die ersten Anzeichen. In den letzten Jahren passierte das ab und an mal. Die Abstände wurden jedoch immer kürzer. Das war mir bis zu dem Zeitpunkt so gar nicht bewusst.

Das Gefühl der Unterzuckerung ist einfach nur abartig. Mir war jedes Mal wie sterben. Die heftige Übelkeit schien mich auskotzen zu wollen. Inneres Zittern und eine unsagbare Müdigkeit füllten mich aus, während mein Herz um mich herum rannte. Und das an 3 Tagen hintereinander.

Am 13.08. saß ich in meinem Büro am Schreibtisch. Ich war vollkommen neben der Spur. Und dann spürte ich bewusst in den stechenden Wunsch nach Veränderung hinein. An dem Tag fasste ich einen weitreichenden Entschluss, über den ich dich zu einem späteren Zeitpunkt informiere.

Nachdem die endgültige Entscheidung gefallen war, musste ich mich wieder neu finden. Das Gefühl in mir war erleichtert und schmerzhaft zugleich. Trotzdem tat ich das, was ich mir von mir schon viel eher gewünscht hätte.

Ich nehme mich immer erst wahr, wenn die Kacke am Dampfen ist. Es muss bei mir immer erst etwas Schmerzhaftes passieren, ehe ich für mich reagiere. Ich bin genau so, wie die meisten. Ohne das abwertend und/oder verurteilend zu meinen. Erst wenn es brennt, wird die Feuerwehr gerufen. Im Vorfeld macht es schließlich keinen Sinn.

Darum geht es in diesem Post aber nicht. Ganz egoistisch gesehen wünsche ich mir, dass ich mehr auf mich hören würde. Bewusst passierte es am 13.08.2019 – der Tag, der meine bewusste Veränderung eingeläutet hat.

Im Oktober werde ich das Thema nochmal aufgreifen.

10

Anmerkung

Die Fragen ersetzen keine Therapie. Auch handelt es sich hierbei um meine persönliche Erfahrung bzw. meine persönliche Sicht der Dinge. Bitte schließe NICHT von mir auf andere. Von einer Generalisierung nehme ich großen Abstand. Meine Erlebnisse nutze ich rein zu präventiven Zwecken, NICHT um ein solches Suchtverhalten vorzuleben.

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich.

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In den letzten Wochen

3 Gedanken zu “Ressourcen stärken #10

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