Essstörungen – H wie Hilfe #3

Jeder der an aktiv/inaktiv an einer Essstörung leidet, weiß, wie barbarisch diese Erkrankung is(s)t. Die regionalen Hilfsangebote sind doch recht rar. Dazu kommt, dass heutzutage die Informationsbeschaffung vermehrt im Internet stattfindet. Deshalb nenne ich dir heute ein paar www-Möglichkeiten, die ich dir informativ sehr empfehlen kann.

Blogs

Neben meinem Blog gibt es viele weitere Blogger/innen, die über das Thema Essstörungen und psychische Erkrankungen schreiben. Als ich sehr aktiv in meiner Essstörung gefangen war, war diese Form des Erfahrungsaustausches noch nicht so präsent. Dafür heute um so mehr und das ist toll. Denn sich anonym mit anderen Betroffenen auszutauschen, oder lediglich unsichtbar deren Erfahrungen zu lesen, kann sehr hilfreich sein.

Nicht nur für den Betroffenen selbst, auch für das soziale Umfeld. Vor allem Essstörungen sind für nicht Betroffene so unbegreiflich, wie Palmen in der Antarktis.

Bsp., die über Essstörungen und generell psychische Erkrankungen bloggen:

Instagram

Instagram ist eine beliebte Plattform, auf der so viele geteilt und gelikt wird. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass Instagram mit Vorsicht zu genießen ist. Es gibt User, die suchtverherrlichendes Material veröffentlichen. Mir bzw. uns, die sich für die Prävention einsetzen, liegt die Sensibilisierung für diese weitreichende Problematik am Herzen. Nichts anderes!

Bsp., die über Essstörungen und generell psychische Erkrankungen posten:

Es gibt noch unzählige mehr. Bitte gehe behutsam bei deiner Suche um. Nicht alles was du zu sehen bekommst, hilft dir im positiven Sinne.

Websiten

Im Internet findest du eine große Bandbreite an Informationswebsiten. Der Unterschied zum Blog ist, dass die sehr “gefühlsarm” aufgebaut sind. Und das hat seinen Sinn. Immer wieder wird versucht, Essstörungen zu kategorisieren. Das gelingt aber nur im oberflächlichen Bereich, denn bei jedem kann eine Essstörung anders

  • sein,
  • verlaufen,
  • äußern,
  • entstehen.

Deshalb gehören Fakten immer zu den Kann-aber-muss-nicht-sein-Faktoren. Eine objektive Sichtweise ist dennoch gut, denn an irgendwas müssen sich u.a. Fachleute und alle anderen orientieren. Von Verallgemeinerungen rate ich jedoch ab.

Bsp., die über Essstörungen objektiv berichten:

YouTube

YouTube ist eine Plattform, die ich persönlich so gut wie nie bediene. Wenn ich dagegen meinen Sohn betrachte –> er holt sich sämtliche Informationen aus unterschiedlichste Channel.

Aber auch hier möchte ich ein Bitte-Vorsicht erwähnen. Nicht alles muss auf dich zutreffen, was du an Informationen über Essstörungen und alle weiteren psychische Erkrankungen konsumierst. Und eine Triggergefahr besteht im Grunde bei jeder Informationsbeschaffung.

Bsp., die über Essstörungen und generell psychische Erkrankungen erzählen:

Hier nur 3, weil ich mich auf YouTube (wie bereits erwähnt) so gar nicht auskenne.

!!! Im Notfall – IMMER !!!

… (Suizidgefahr, körperlicher Kollaps etc.) suche bitte das nächste Krankenhaus auf. Zwangseinweisungen sind bei Minderjährigen durch Eltern – in Absprache mit einem Psychiater – möglich.

Bei Erwachsenen ist es schwieriger. Der Sozialpsychiatrische Dienst des jeweiligen Krankenhause kann einen zwangsweise stationären Aufenthalt in die Wege leiten.

Abschließend

Wie schon so oft erwähnt: Es gibt nicht den einen Weg aus der Essstörung heraus. Auch gibt es nicht die Sicherheit, dass eine Therapieform oder eine anderweitige Hilfeform sofort anschlägt.

Des Weiteren gibt eine Therapie etc. keine Auskunft, ob der essgestörte Kreislauf dauerhaft unterbrochen wurde. Aber eine Therapie jedwelcher Art und/oder therapeutenabweichende Hilfemöglichkeiten können für die körperliche und psychische Stabilisierung ein guter Anfang sein.

Scheue dich (als Betroffener und Angehöriger) bitte nicht, mit einem Arzt, einem Suchtberater oder pädagogischem Personal über deine Problematiken zu reden.

Meine Auflistungen sind nicht vollständig und ohne Gewähr. Für die Inhalte der verlinkten Websiten sind die jeweiligen Seitenbetreiber zuständig. Neben den vorgestellten Anlaufstellen, kannst du auch jederzeit bei deiner Krankenkasse nachfragen, welche regionalen Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen.

Unentgeltliche Werbung

Die Blog-/Instagram- und YouTube-Nennungen sind hauptsächlich Akteure, die bei unserer Kalender-Aktion 2019 mitgemacht haben. Schaut gern mal bei den unterschiedlichen Internetpräsenzen vorbei. Smiley

Happy Kalorie

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich. Smiley

Folie1

PPS: Happy Kalorie ist auch auf Facebook, Instagram und YouTube aktiv.

3 Gedanken zu “Essstörungen – H wie Hilfe #3

  1. paralyzedsoul schreibt:

    Ich wohne beispielsweise in einer therapeutischen Wohngruppe, was mir persoenlich das Leben gerettet hat. Ich bin sehr dankbar dafuer und kann Hilfe nur weiter empfehlen. Nimmt Hilfe an, um aus diesen Kreislaeufen fliehen zu koennen! Danke fuer diesen Beitrag, Happy Kalorie

    Gefällt 1 Person

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