Weihnachten is(s)t vor der Tür

Wow, die Zeit rennt. Das Jahr 2018 zählt nur noch wenige Tage. Doch bevor 2019 begrüßt werden kann, muss erstmal ordentlich geschlemmt und gefeiert werden. Und was passiert in diesen Stunden mit der Essstörung? Die is(s)t natürlich mit am Tisch. Und jetzt?

Ja und jetzt ist guter Rat teuer. Sehr viele Familien zelebrieren das Fest der Liebe regelrecht. Die Sitte und der Brauch hinterfragen schließlich nicht.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Weihnachten nicht mag. Mir ist die Adventszeit ein Dorn im Auge. Ich kann mit all dem nichts anfangen. Wie oft wurde ich dazu gedrängt, mich der Weihnachtsstimmung unterzuordnen. Schon allein meinem Sohn zuliebe. Er liebt Weihnachten im übrigen über alles.

Aus dem Druck und schlechtem Gewissen entwickelte sich eine noch größer Abneigung gegen das Fest der Liebe. Wenn ich Räucherkerzchen rieche, wird mir schlecht. Stollen und Pfefferkuchen rühre ich nicht an. Kurzum: Ich vermeide alles, was mit Weihnachten zu tun hat.

Naaaaa gut, nicht alles. Ab und zu einen Glühwein mag ich doch ganz gern trinken. Aber nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern lieber gemütlich auf dem Sofa. Smiley

Meine Familie kommt damit klar. Wir haben das Feiertralala aus familientechnischen Gründen auf ein Minimum reduziert. Weihnachtszeug stellen wir auch nicht auf. Unseren Tieren sei Dank.

Essstörungen zu Weihnachten

Wenn es überall nach Essen riecht und die köstlichen Mahlzeiten im Vordergrund stehen, fühlt sich die Essstörung pudelwohl. Für den Betroffenen ist es die reinste Hölle. Glaube mir, essgestörte Menschen würden gern bedenkenlos essen und naschen, aber:

  • die Essstörung verbietet es
  • die Angst vor einem Kontrollverlust ist unüberwindbar
  • die Blicke und Erwartungen der anderen schnüren einem die Kehle zu
  • man ist mit allem überfordert und sauer auf sich, weil man den Ansprüchen nicht gerecht wird
  • etc.

Mir hilft …

  • Abstand von allem
  • Hören auf mein Bauchgefühl
  • Achten meiner Bedürfnisse, denn ich spüre die Schmerzen – nicht die anderen
  • Kompromisse nur, wenn sie mir wirklich gut tun
  • die Sichtweise der anderen zu ignorieren
  • mich nicht unter Druck zu setzten bzw. setzen zu lassen
  • aus brenzligen Momenten zu flüchten, in dem ich rausgehe
  • geistig abzuschalten
  • ein Buch zu lesen
  • mit dem Smartphone zu spielen
  • eine Spur Sarkasmus und Ironie
  • etc.

Fakt is(s)t

Weihnachten vergeht, die Essstörung bleibt. Deshalb ist es wichtig nichts aus feierlichem Zwang anders zu machen, als sonst auch.

Angehörige würde es gern sehen, wenn auf einmal eine Portion Gans und Kloß verspeist wird. Aber wenn die Person noch nicht so weit ist und lieber eine bekömmliche Suppe essen möchte, vertrete ich die Ansicht, dass dies vom Umfeld respektiert werden sollte.

Ohne Druck und Zwang, im Tempo von jedem einzelnen, übersteht man die Feiertage ohne Tränen und Streit ums Essen. Im Fokus steht die gemeinsame Zeit mit der Familie und nicht ein Wettstreit ums Essen.

Für Betroffene

  • Habe den Mut, die Feiertage so zu gestalten, wie du es möchtest.
  • Habe den Mut, dir etwas Gutes zu tun.
  • Habe den Mut, nein zu sagen, wenn du den einen oder anderen Schritt nicht gehen kannst.

Für Angehörige, Freunde, Bekannte etc.

  • Habe den Mut, die Person selbst entscheiden zu lassen.
  • Habe den Mut, keine Vorwürfe und eigene kulinarischen Sichtweisen zu äußern.
  • Habe den Mut, auch das kleinste Entgegenkommen zu respektieren und verschenke lieber ein lobendes Wort, als einen abschätzigen Blick.

 

Happy Kalorie

 

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