Meine essgestörte Sicht der Dinge #7

Warum ausgerechnet ich?

Ich litt an dieser verhassten Anorexie, mit der in dem Fall die Anorexia nervosa gemeint ist. Anorexie allein beschreibt das Krankheitsbild nicht. Erst der Zusatz “nervosa” macht die Gefährlichkeit dieser perfiden Sucht aus. Ja ich weiß, das ist Korinthenkackerei, aber Wahrheit sollte Wahrheit bleiben. Zwinkerndes Smiley

Happy Kalorie

Eins vorweg

Ich betone im Vorfeld, dass ich diesen Artikel nicht schlechtreden möchte. Dieser ist teilweise sehr wissenschaftlich gestrickt und ich bin keine Neurologin oder eine andere medizinische Fachkraft, um das Gegenteil, Ergänzungen oder was weiß ich noch alles beweisen zu können.

Was ich dagegen bin – eine inaktive Magersüchtige, die unzählige Jahre fortwährend magersüchtige, bulimische und Binge Eating Phasen hatte. Ich betrachte den Artikel aus persönlicher Sicht, mit meinen Augen. Nicht mehr und nicht weniger.

Meine Sicht #7 – Warum ich?

Die Frage stellte ich mir nie. Auch meine Therapeutinnen stellten mir die Frage nie. Dieser Fragenkomplex ist wohl aber für die Erforschung wichtig. Na mal schauen, ob ich mit meinem Laienverständnis weiterhelfen kann. Zwinkerndes Smiley

Warum ist ein Mensch anfällig für eine oder mehrere Essstörungen?

Weil die menschliche Psyche der rasanten menschlichen Entwicklung nicht hinterherkommt. Immer schneller, weiter, höher, besser und was weiß ich nicht noch alles. Fast das ganze Leben dreht sich um Optimierung und Pflichterfüllung. Der Mensch, der eigentliche Mensch bleibt unsichtbar. Agieren und Funktionieren sind die Schlüsselworte unserer Gesellschaft. Egal, ob du das willst oder nicht. Es wird verlangt, Ende der Diskussion!

Der Druck und die Rollenerwartungen werden immer stärker. Ein Scheitern wird oft mit Auslachen und Ausgrenzung bestraft. Es gibt aber auch (öffentliche) Personen, bei denen man sich viele essgestörte Praktiken abschauen kann. Wie von Zauberhand verinnerlicht man den zerstörerischen Prozess.

Die Gründe dahinter sind so offensichtlich wie unsichtbar. Es gibt nicht den einen Grund. Steter Tropfen höhlt den Stein. Auch müssen nicht immer extreme Schicksalsschläge dahinterstecken. Ein lapidarer Satz: “Das Stück Kuchen muss nun wirklich nimmer sein!”, reicht aus, um die gefährliche Drehschraube in Gang zu bekommen.

Warum verläuft eine Erkrankung von Fall zu Fall unterschiedlich?

Weil essgestörte Personen keine identische Vergangenheit haben. Essgestörte sind auch keine Zwillinge, mit einer ähnlichen DNA und Denkstruktur. Nein, jeder ist individuell anders und die Auslöser sind auch jedes Mal unterschiedlich. Es schneit doch auch jeden Winter von oben nach unten, obwohl jede Schneeflocke eine andere Struktur besitzt. Wird diesbezüglich jedes Jahr aufs Neue ein Unterschied gemacht? Abgesehen von der Schneedichte. Ob es adipöse Schneeflocken gibt? Ich wäre ja für die Einführung eines Schneeflocken-BMI´s.
*schelmisch guck* Smiley

Meine Geschichte ist komplett anders, wie bspw. die von Julia oder Mia, obwohl wir alle 3 ein Lied über Essstörungen singen können. Meines Erachtens müsste die Wissenschaft weg vom Schubladendenken und hin zum Konsens für eine patientengerechte Therapie.
Fakt ist: Jede Essstörung i(s)st und verläuft anders. Punkt … Es gibt Ursachen und Entstehungsfaktoren, die sind im Vorfeld nicht vermeidbar.
Zudem darf nicht vergessen werden: Nicht nur die Wissenschaft entwickelt sich weiter, auch Essstörungen verbessern fortwährend ihre Strategie.

Happy Kalorie

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich. Smiley

Folie1

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PPPS: Quelle des Artikels – DAS GESTÖRTE BILD
https://www.substanzmagazin.de/magersucht-hirnforscher-entwickeln-neue-therapie/

PPPPS: Links zu den vorherigen Sichtweisen

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7 Gedanken zu “Meine essgestörte Sicht der Dinge #7

      • Nein, die gäbe es nicht. Ist an sich wie mit der Pflege. Ich hörte letztens eine Berichterstattung auf MDR Info, dass es ein Abkommen mit einem ausländischen Land gibt – ich habe das Land vergessen – weil Herr Spahn der Ansicht ist, die Pflegesituation mit unserer inländischen Bevölkerung nicht verbessern zu können. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass das menschliche Wohlergehen unerwünscht ist. Kranke und alte Menschen sind lediglich ein Kostenfaktor im System. Nicht mehr und nicht weniger… Krankenkassen knappen Gelder, die jeder in hohen Summen zahlt. Wir zahlen letzendlich für ein leeres Versprechen, welches im Gesetz verankert ist. Jedoch ist dies nicht auf Hilfe ausgelegt.

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