Meine essgestörte Sicht der Dinge #3

Die Suche nach der Schuld

Wir suchen ständig im Leben. Der eine nach Antworten, eine andere nach Lösungen und der/die Nächste nach Gründen. Die erste Hauptsuche gilt meist nach dem Schuldigen. Doch was ändert dies? Jeder weiß, dass Menschen unsere Welt zerstören. Die Schuldigen sind bekannt, aber können wir dadurch den Untergang abwenden?

Eins vorweg

Ich betone im Vorfeld, dass ich diesen Artikel nicht schlechtreden möchte. Dieser ist teilweise sehr wissenschaftlich gestrickt und ich bin keine Neurologin oder eine andere medizinische Fachkraft, um das Gegenteil, Ergänzungen oder was weiß ich noch alles beweisen zu können.

Was ich dagegen bin – eine inaktive Magersüchtige, die unzählige Jahre fortwährend magersüchtige, bulimische und Binge Eating Phasen hatte. Ich betrachte den Artikel aus persönlicher Sicht, mit meinen Augen. Nicht mehr und nicht weniger.

Meine Sicht #3 – Schuld

Artikel von 2015_2016(3)

Gib eine Beschriftung ein

Ich könnte mir es an dieser Stelle ganz einfach machen und behaupten: “Meine Mutter ist schuld an meiner Essstörung!” Fertig wäre ich und würde sogar noch ein Klischee erfüllen.
Was dagegen stimmt: Meine Essstörung kam nicht ohne Grund zu mir. Ich war das perfekte Opfer.

Aber!!!! Es gibt nicht den einen Grund und nicht die einzige schuldige Person. Eine ganzheitliche Betrachtung ist so wichtige wie das Atmen. Essstörungen sind individuell. Sämtliche Forschungsergebnisse nutzen Essstörungen für ihre Optimierung. Denn eins darf bei dieser Betrachtung nie unterschätzt werden –> der Wissensdurst hinsichtlich ihrer Erkrankung der Betroffenen.

wissenschaftliche Erkenntnisse = Fluch + Segen

Mir stellt sich gerade eine andere Frage

Was wäre denn, wenn wirklich Mütter an dieser psychischen Erkrankung (die zu den stoffungebunden Süchten zählt) schuld wären? Dürften dann keine Kinder mehr geboren werden? Oder werden Mütter dann besonders psychologisch (neudeutsch) gecoacht? Es werden doch nicht etwa Frauen von der Erde verbannt!?

Schuld hin oder her. Meiner Ansicht nach müsste der Denkapparat weiterticken. Was kann ich tun, damit mein Umfeld nicht an einer Essstörung erkrankt? Und da wären wir wieder bei meiner Philosophie: Aufklärung und Prävention BEVOR Essstörungen überhaupt angreifen.

Wir können das Kinderkriegen sowie die Industrie und alle weiteren Prozesse, die zu Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Essanfallsstörung etc. führen können, nicht unterbinden. Wir können aber den Blick für die Allgegenwärtigkeit dieser gesamtgesellschaftlich Problematik schärfen, in dem wir potentielle Stolperstellen aufzeigen.
Welche Meinung vertrittst du?

Happy Kalorie

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich. Smiley

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PPS: Happy Kalorie ist auch auf Facebook, Instagram und YouTube aktiv.

PPPS: Quelle des Artikels – DAS GESTÖRTE BILD
https://www.substanzmagazin.de/magersucht-hirnforscher-entwickeln-neue-therapie/

PPPPS: Links zu den vorherigen Sichtweisen

7 Gedanken zu “Meine essgestörte Sicht der Dinge #3

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