Allwissende Zeitschriften

Meine Aussage: “Ich esse das, was mir schmeckt!”
Reaktion: “Bist du von allen guten Geistern verlassen! Dann wirst du mal fett und krank!”

Ach, gegen 5 Bonuskilos hätte ich tatsächlich nichts einzuwenden. Aber nein, mein Körper will die nicht, trotz bösem Weißbrot, zerstörerischen Kartoffeln und bestialischem Zucker.
Man, bin ich froh, dass in Zeitschriften steht, was ich darf und was nicht. Ich wäre aufgeschmissen ohne deren unterhaltsamen Wahrheiten. *Ironie lässt grüßen.*

Bestimmen solche “wissenschaftlich fundierten” Aussagen dein Essverhalten?

Wie lange das wohl stimmt_

Achtung

Um Missverständnisse zu vermeiden: Das ist meine persönliche Meinung. Ich schreibe niemanden vor, was er oder sie zu denken hat oder gar denken darf.

PS: Das PräventionsbuchEssstörungen – Was ist dasist im Handel erhältlich. Smiley

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7 Gedanken zu “Allwissende Zeitschriften

  1. Da musste ich gerade ziemlich schmunzeln beim Lesen! 😀

    Um Deine Frage zu beantworten: Nein, ich habe gelernt auf meinen Körper zu hören und weiß, was er braucht. Natürlich habe ich mich dazu in der Vergangenheit auch intensiv mit Ernährungsthemen auseinandergesetzt, aber letztendlich nur, um mir Wissen anzueignen, das mir hilft, meinen Körper besser zu verstehen.
    Klar läuft was schief, wenn ich nur Fastfood und Süßigkeiten essen würde. Aber hin und wieder mal Schokolade oder wenn es schmeckt über die Strenge schlagen und auch mal ein Stückchen Kuchen zu viel zu essen, obwohl man schon satt ist, gehört für mich zum Leben dazu 🙂
    Und das Thema mit den „guten“ und „bösen“ Kohlenhydraten kenne ich auch, halte aber inzwischen nicht mehr viel davon. Zudem denke ich, dass sich die Menschen sehr voneinander unterscheiden und jeder etwas anderes braucht. Deshalb habe ich auch keine besonders hohe Meinung von wissenschaftlichen Aussagen, die eine einzige Hypothese für die gesamte Menschheit postulieren.

    An dieser Stelle möchte ich noch mal erwähnen, dass ich Deinen Blog wirklich überragend finde und hätte ich die ganzen Sachen hier vor zehn Jahren gelesen, hätten sie mir sehr aus meiner Essstörung geholfen! Danke also (noch mal), für Deine tollen Beiträge und dass Du Dich so für eine Aufklärung einsetzt!

    Liebste Sonntagsgrüße ❤

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    • Sophie, du hast mir gerade Gänsehaut beschert. 😍❤🌼🌻 Danke für dein Lob. ❤
      Du bist toll und deine Aussage motiviert mich sehr und macht mich stolz. ❤lichen Dank.
      Deine Sichtweise zu meinem Blogpost finde ich (auch) sehr toll und authentisch. Schön auch, dass ich dich zum Schmunzeln brachte. 😊 Wenn man was mit einem Lächeln betrachtet, bleibt vieles länger in Erinnerung.
      Hab einen tollen Sonntag.
      Viele sonnige Grüße
      Michaela

      Gefällt 1 Person

  2. kati1093 schreibt:

    Gestern noch aß ich einen Apfel. Ich glaube, ich muss meine Ernährung dringenst umstellen. Nachher bekomme ich noch körperliche Beschwerden – war das kleine Blubbern da in meinem Bauch gestern wohl schon der anfang? – oder noch schlimmer, ich werde fett.
    *ok, Spaß bei Seite.
    Ich finde es wirklich erschreckend, was Ernährung (und Sport) in den letzten Jahren an Medienaufmerksamkeit bekommen hat. Ich habe die dreißig noch nicht erreicht, daher: War das vor zehn/fünfzehn Jahren auch schon so? Damit einher gingen, die besten Diäten, die besten Lebensmittel, die besten Ernährungsweisen,… Langsam verliert man doch wirklich den Überlick über die Spannbreite an ‚Angebot‘.
    Trotzdem bin ich noch immer – oder eher wieder – der Überzeugung, dass es keinen Sinn hat Lebensmittel in gut und schlecht zu unterteilen. Alles kann schlecht sein. Mir kommt da immer der Spruch „Die Dosis macht das Gift“ in den Sinn. Nur mal als Beispiel, Kräutertees. Eigentlich total ‚gut‘, aber von einem Verzehr über mehrere Wochen am Stück in einer Gewissen Menge wird dringend abgeraten.
    Dass mein Körper mir sagt, was ich gerade möchte und, noch viel wichtiger, was ich brauche, habe ich leider verlernt. Ein Dauerzustand soll das aber nicht bleiben, hoffe ich. Grundsätzlich finde ich den Gedanken durchaus richtig und würde ihn auch jedem ans Herz legen.
    Mein Schlüsselerlebnis der letzten Monate war eine kleine Szene, als ich an einem sonnigen Tag spazieren war. Eine Familie war auch dort und vesperte gerade. Der Sohn, ich schätze erstes oder zweites Kindergartenjahr, aß eine Laugenstange und biss jedesmal genüsslich rein. Er sah so zufrieden aus dabei, doch dann „Mama, ich mag jetzt nicht mehr und möchte wieder spielen.“ Obwohl noch ein Drittel der Laugenstange übrig war. Dieser Moment berührte mich so unglaublich. Ich wäre zum einen weder in der Lage etwas übrig zu lassen, noch merke ich, dass ich etwas nicht mehr möchte. Dieser kleine Junge hat mich so berührt, einfach dadurch, dass er vollkommen natürlich und ohne darüber nachzudenken auf seine Körpersignale gehört hat. Essen ist nicht das wichtigste auf der Welt. Und, es macht einen noch lange nicht zu einem glücklichen Menschen.
    *es sei noch dazu gesagt, dass er Junge weder sehr dünn, noch zu dick war. Eben ein ganz normaler kleiner Mensch
    Hui, jetzt habe ich aber viel geschrieben so früh am Morgen.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag und werde dich erstmal abbonieren.
    Liebe Grüße, Kati.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Kati,
      du sprichst mir aus der Seele. Danke für deine Aufmerksamkeit und Gedanken, die du mir schenkst. ❤
      Du etwähnst ganz essentielle Tatsachen. U.a. unser Körper erkennt und weiss, was benötigt wird. Essen ist nicht das Wichtigste im Leben (obwohl Essen uns am Leben erhält), wird aus einer intuitiven Angelegenheit wie das Atmen ein riesen Trubel gemacht. Und genau das führt zu Verunsicherung(en). Keiner kann sich der Manipulationen entziehen. Wir werden unbemerkt beeinflusst. Aber nicht im Sinne unseres Körpers.
      Kleine Kinder sind noch unbefleckt. Wenn Eltern aber verunsichert sind, überträgt es sich auf das Kind. Das halte ich für gefährlich. Auch ich sage stets, die Menge macht das Gift. Es gibt nicht das „Ungesunde“. Selbst das „Gesunde“ kann in hohen Dosen schädigen.
      Die Verwirrung nimmt immer mehr zu. Und warum? Jeder möchte vom Gewinn-Kuchen etwas abhaben.
      Das Überangebot kann nicht verboten werden. Aber, man kann eine gewisse Aufklärung leisten und zum Hinterfragen ermutigen. Wichtig ist auch, zu bestärken auf sich selbst hören zu dürfen. Es ist unserer Körper. Jeder wohnt in seinem Körper und nicht der Ernährungsguru aus dem Internet, der unbekannterweise weiss, was für uns perfekt ist.
      Auch ich wünsche dir einen schönen Tag. 🐞
      VG Michaela

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