Essstörungen – E wie Eltern

Ich bin Mutter eines 9-jährigen Sohnes. Ich bin sozusagen ein Elternteil. Ich verfüge über ein breites Wissen in einem Bereich, von dem sehr viele Eltern im Vorfeld nichts wissen wollen. Warum sollten sich Eltern unverbindlich über eine Krankheit informieren, von der sie wohl nie betroffen sind?

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Essstörung – T wie Therapie

Aus dem Strudel einer Essstörung kommt keiner ohne – auf das Krankheitsbild spezialisierte – medizinische Hilfe. Selbst wenn sich essgestörte Personen es sich anfangs nicht eingestehen, allein kommen die allerallerallerwenigsten von dieser barbarischen Sucht los.

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Prävention durch Provokation

Am 15. sowie am 18.09.2017 durfte ich erneut präventiv an der Oberschule in Brand-Erbisdorf aktiv werden. Gemeinsam mit den Schüler/innen der 7. und 8. Klassenstufe ging ich intensiv auf die wichtigsten Fakten einer Essstörung ein.

Aufgrund des begrenzten Zeitrahmens, wofür die Schule nichts kann, konnte ich zwar nicht alle Facetten beleuchten, aber ich erzielte mit meiner Offenheit eine gesunde Abschreckung davor, mögliche oder bereits bestehende Probleme mithilfe eines extrem veränderten Essverhaltens lösen zu wollen.
Ich verdeutlichte Anhand meiner persönlichen Erfahrungen, wie schnell und unbewusst man in kürzester Zeit den Fängen einer Essstörung feststecken kann.
Mit scheinbar überflüssigen Fragen, wie bspw. “Was ist essen?” oder “Was ist Hunger?”, näherten wir uns der Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Essanfallstörung an.
Ich erfuhr durch gezieltes Nachfragen, welches Wissen über diese Art der Sucht bereits vorhanden ist.
Über Anorexia nervosa (Magersucht) wussten die meisten Bescheid. Die Hintergründe waren für viele meiner Zuhörer einleuchtend. Dann zu sehen, was Magersüchtige wirklich pro Tag (an einem persönlichen Beispiel gezeigt) essen, ließ die Klassen nachdenklich verstummen.
Die Bulimie kannten einige von Namen her und auch deren Hauptmerkmal war für die Schüler/innen nicht fremd. Auch wenn es teilweise zögerlich ausgesprochen wurde.
In dem Moment, als ich einen kleinen Fressanfall aus meiner Tasche zauberte, ging ein Raunen durch den Raum. Die Augen wurden pro herausgeholtes Lebensmittel immer größer. Ein tiefgreifendes Unverständnis, wie man all diese Dinge verschlingen kann, erkannte ich in allen Augen. Die Details über das zwanghafte Erbrechen und die (tlw. positiven) Empfindungen eines Bulimikers schreckten alle ab. Aber nicht nur das. Es regte auch zum Nachdenken und Nachfragen an. Mein Ziel – Prävention durch Provokation – habe ich in der 7. und 8. Klasse erreicht.
Kurz vor Ablauf des 90minütige Blockunterrichts, sprach ich die Essanfallstörung sowie die wichtigsten Verhaltensweisen an, die bei Verdacht von Außenstehenden im Umgang mit einer eventuell betroffenen Person beherzigt werden müssen/sollten. 
Die Doppelstunden vergingen stets wie im Flug. Ich erreichte die jungen Menschen auf einer anderen Ebene. Mir geht es generell nicht um den Respekt, der mir für meine Arbeit gezollt wird. Mir geht es in erster Linie darum, dort mit gezielter Aufklärung anzusetzen, wenn Schlimmeres noch abwendbar ist.
Essstörungen können am besten behandelt werden, wenn diese erst gar nicht entstehen oder die ersten Anzeichen zur richtigen Zeit erkannt werden und dadurch ein Abrutschen – in die Hölle der Essstörung – mithilfe einer frühzeitig Intervention vermieden wird.
Es waren sehr lehreiche sowie konstruktive Veranstaltungstage an der Oberschule in Brand-Erbisdorf. Ich kam mit einigen Lehrer/innen in Kontakt, die meine Arbeit durchweg bekräftigen. Vielen Dank für die wunderbare und gewinnbringende Zusammenarbeit. Smiley 

Prävention durch Provokation

W wie Weltweite Charta für Essstörungen

Hast du von dieser Charta schon mal was gehört? Ehrlich gesagt, musste ich zuerst den Begriff Charta nachschlagen, ehe ich mich dessen Inhalt hingeben konnte. Eine Charta ist laut Google eine wichtige Urkunde im Staats- und Völkerrecht. “Ok”, dachte ich. “Das klingt interessant.” Im heuten Artikel erfährst du, was sich hinter dieser weltweiten Charta verbirgt.

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Elternabend Deluxe in Brand-Erbisdorf

Ich bin noch immer geflasht von dem gestrigen Elternabend, der an der Oberschule in Brand-Erbisdorf stattfand. Das Klassenzimmer füllte sich zu meinem Erstaunen. Ich kenne es anders, denn die meisten vertreten (leider) den Standpunkt: “Essstörungen gehen mich nichts an.” Der Raum war voll – voll mit Eltern und voll mit Lehrer/innen. Sogar Stühle mussten nachträglich herbeigeschafft werden. Mein Herz klopfte vor Aufregung doppelt so schnell.

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