Wieder einen Schritt weiter

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich dir von meinen Plänen berichtete. Jetzt fragst du dich garantiert, welchen ich von den vielen meine. Zwinkerndes Smiley In meinem Kopf ist eine Menge los, aber Fakt ist: Ich muss mich auf ein was priorisieren. Sonst verzettle ich mich unnötig und am Ende bleibt nur ein wüstes Chaos übrig, über das ich mich irgendwann haareraufend ärgere.

Zurück zu meinem Plan, an den du dich vielleicht dunkel erinnerst. Es ging um die Neuauflage meiner Blogserie “ABC der Essstörung”. Ich wollte nicht einfach nicht aufhören, nur weil ich das Z erreichte. Zwar ist das Alphabet begrenzt, aber nicht das Thema Essstörung. Ich dachte mir, ich packe alles in eine überarbeitete Form, drucke es aus und schicke es zum Probelesen an einige Verlage. So war zumindest der Plan.
Der private Zwischenfall lähmte mich eine kurze Zeit. Ich hatte enorm viel zu regeln und zu organisieren. Aber im Hinterkopf hatte ich aber immer mein ABC. Am Todestag meines Vaters (18.01.2017) beendete ich früh halb sieben das erste ABC zum Themenschwerpunkt Magersucht. Ich war erleichtert, dass es mir so gut aus den Fingern lief.
Im Laufe der Wochen, in denen ich privat eingespannt war, überlegte ich mir mit dem Anschreiben eines Verlages gar nicht so lange zu warten, bis das gesamte Manuskript fertig ist. Wenn es keinem gefällt oder mein Schreibstil qualitativ nicht ausreichend ist für ein Buch , hätte ich mir all die Mühe umsonst gemacht. Naja was heißt Mühe? Ich liebe das Schreiben, aber wenn ich schreibe, kann ich nun mal nichts anderes machen.
Wie dem auch sei. Ich setzte mir einen Stichtag, an dem ich mir ein paar Verlage im Internet heraussuchte. Mir ist ein regionaler Bezug wichtig, also schaute ich mich als erstes nach sächsischen Verlagen um. Dass ich fündig wurde, verwundert dich sicherlich nicht.
Einige hielten es nicht mal für nötig, meine Emailanfrage zu beantworten. Gut, ich renne keinem hinterher. Ich entschied mich kurzerhand, nachdem ich bereits das Interesse eines Verlages sicher hatte, dem ich mein Manuskript per Email zukommen ließ, eine Leseprobe an zwei weiteren Verlagen per Post zu senden.
Auf mich wartete Neuland, denn Verlage anzuschreiben ist eine Wissenschaft für sich. Ich zögerte nicht, sondern gestaltete die Unterlagen so, wie ich es im Schreibstudium gelernt bekam. Das Ergebnis gefiel mir und überzeugte mich.
Mit Schmetterlinge im Bauch schickte ich meine dreißigseitige Leseprobe, plus Exposé inkl. Charakterskizzierung und einem kurzen Autorenlebenslauf (nicht zu verwechseln mit dem bewerbungsbedingten Lebenslauf ) am 16.03.2017 auf Reisen. Nun hieß es Daumendrücken und abwarten.
Am 22.03.2017 erhielt ich folgende Email, die ich mir anfangs nicht getraute zu lesen. Ich hatte Schiss vor einem negativ formulierten Inhalt.

Sehr geehrte Frau Schubert,

vielen Dank für die Einsendung Ihres Manuskriptes. Grundsätzlich würde Ihr interessantes Buchprojekt zu uns passen. Wäre es möglich, dass wir einmal telefonieren?

BG der Absender

Mein Herz stolperte von rechts nach links, nachdem ich mir die zwei Sätze gefühlt fünfhundertmal durchgelesen hatte. Am nächsten Tag antwortete ich freudestrahlend und am Nachmittag läutete mein Handy. Der Verleger war dran.
Unser erstes Gespräch verlief toll. Ich muss dazusagen, dass ich nicht gut im Telefonieren bin. Das gesamte Telefonat war locker und ungezwungen. Die Stimme war sehr freundlich und redegewandt. Ich fühlte mich, als habe ich Übung in so etwas. Mitten im Gespräch ließ der Verleger mich wissen, dass ich schreiben könne und bestätigte mit diesem Satzfetzen alle anderen aus meinem unmittelbaren Umfeld, die es mir bereits mehrfach zusicherten. Von da an begleitet mich ein Rundumlächeln.
Aber gut, noch lag keine Zustimmung von uns beiden direkt ausgesprochen vor. Mein Bauchgefühl sagte nichts gegenteiliges. Ach, wie selten das doch ist: Kopf und Bauch sprechen eine Sprache. Zwinkerndes Smiley 
Letztes Wochenende forstete ich den Musterautorenvertrag durch, den er mir sofort nach unserem Telefongespräch zumailte. Das Gefühl war bombastisch. Mein Kindheitstraum, ein Buch zu veröffentlichen, stand in greifbarer Nähe.
Die aus dem Mustervertrag resultierenden Fragen klärten der Verlag und ich am vergangenen Dienstag telefonisch. Und wieder empfand ich das Gespräch als sehr angenehm. Nichts in mir schrie: “Halt deine Klappe und leg sofort auf!”
Also sagte ich dem Verlag zu, nachdem klar war, dass er mein Buchprojekt aktiv unterstützen möchte. Mit der Sicherheit ein Buch veröffentlichen zu können,  schwebe ich seitdem auf puderweichen Wolken.

“Frau Schubert, herzlich Willkommen als Autorin in unserem Verlag.”

Für mich heißt es jetzt: tippen, tippen, tippen. In acht Wochen ist Abgabetermin, denn ich möchte, dass mein ABC der Essstörung (der Titel wird noch überarbeitet) noch in diesm Jahr – am ersten Oktober – rauskommt. Für dich als Leser heißt es allerdings –> in den nächsten Wochen kommen nur unregelmäßige Blogbeiträge. Aber ich halte dich auf dem Laufenden. Ganz zum Erliegen kommt mein Blog aber nicht. Die gewohnte Regelmäßigkeit vom vergangenem Jahr, wird jedoch noch eine Weile unterbrochen sein.
Auf zu neuen Ufern. Smiley Ich bin stolz und dankbar, dass ich diese Chance erhalte. Mein Präventionsprojekt liegt mir am Herzen und ich möchte was erreichen. Essstörungen sind verdammt gefährlich, auch wenn keiner gewollt hinsieht bzw. diverse essgestörte Verhaltensmuster mittlerweile absolut gesellschaftsfähig sind.
Fakt ist: Schritt für Schritt geht die Essstörung heimlich mit. Nur wer über die Hintergründe ausreichend Bescheid weiß, kann situativ und präventiv richtig handeln. So erleb(t)e ich es zumindest im Umgang mit dieser Problematik.
Für Anregungen bin ich jederzeit offen. Trau dich, melde dich und/oder drück mir die Daumen. Smiley 

Wieder ein Schritt näher am Ziel. (1)

2 Gedanken zu “Wieder einen Schritt weiter

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