Aktion: Selbsthilfegruppe

Wow, das war ein produktiver Montag. Der war so produktiv, dass ich erst heute zum Berichten komme. So, ich atme erstmal tief durch und sortiere die Buchtstaben in meinem Kopf, damit du mich auch verstehst, was ich dir erzählen möchte. Manchmal bin ich wie ein Kleinkind, welches am liebsten alles mit einem Mal erzählen möchte. Mit dem Ergebnis, es kommt nur ein unverständliches Kauderwelsch heraus. ‘

Von vorn: Ich war am Montag in Freiberg in der Diakonie in der Suchtberatung. Nachdem ich sehr nett empfangen wurde, plapperte ich ohne langes Vorgeplänkel über mein Projekt: Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige von Essstörungen. Mein Herzblut kochte über und ich erzählte und erzählte und erzählte, bis hin zur Idee einer Selbsthilfegruppe. Breites Grinsen in den Gesichtern, die mir gegenüber saßen. Irgendwann ging mir zum Glück die Luft aus und somit gewährte den Diakonie-Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, sich auch erstmal vorstellen zu können.
Ganz schnell war uns klar, dass wir drei ähnliche Intensionen verfolgen. Das Thema Essstörung ist bei uns nicht vordergründig präsent, weil es keine Anlaufstellen gibt. Wenn es keine Hilfsangebote gibt, warum sollten sich dann auch Betroffene aktiv Hilfe von außen holen, wenn sie gar nicht wissen: Na, wer hilft mir denn überhaupt?
Vereinzelt melden sich Betroffene und Angehörige von Essstörungen. Ja, schön und gut. Aber wohin können diese weitervermittelt werden, wenn schon der erste Schritt gegangen wurde? Nur ganz wenige haben sich in unseren Breitgraden auf diese Problematik spezialisiert. Entweder sind es so wenige, dass ich diese nicht sehe, oder ich habe diejenigen noch nicht gefunden. Wobei beide Sichtweisen aufs Gleiche herauskommen.
Nagut, ich rannte jedenfalls offene Türen ein. Wunderbar, wo befinden sich weitere offene Türen? Smiley
Die Idee einer Selbsthilfegruppe beflügelte uns. Nun muss ich einen Schritt weitergehen, damit aus der Idee Realität wird. Wenn du zufällig im Erzgebirgskreis zu Hause bist und du Interesse an einer Selbsthilfegruppe (als Betroffene/r, Angehörige/r, Partner/in etc.) für Essstörungen hast, freue ich mich über deine Kontaktaufnahme.
Vorweg: Es soll keine Gruppe werden, die die Sucht unterstützt. Ich möchte mithilfe dieser Gruppe Co.-Abhängigen und auch Betroffenen helfen, die sich bewusst entschieden haben, der Essstörung den Kampf anzusagen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.
Du kennst jemanden, der/die so etwas sucht? Perfekt, erzähle es bitte, bitte, bitte weiter.
Meine Devise: Wer nicht anfängt, wird nicht fertig.

Selbsthilfegruppe

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