Bulimia nervosa – E wie Erinnerung

Neues Jahr, altbekanntes Ziel. Smiley Ich fragte mich, ob es okay sei, bereits am ersten Donnerstag des blutjunges Jahres mit meiner Blogserie weiterzumachen. So schnell die Frage bei mir aufploppte, so schnell hatte ich auch die Antwort. Ja, denn eine Essstörung macht vor keinem feierlichen Ereignis und vor keinem heiligen Feiertag halt. Im Gegenteil, die ist immer präsent und immer in deiner Seele. Warum sollte ich deshalb mit meinem präventiven Hintergedanke Rücksicht nehmen?

Ich stieß auf ein Zitat und das Thema des heutigen Artikels stand fest – Erinnerung.

Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.
Konfuzius

Hinter dem Begriff “Erinnerung” steckt viel mehr, als nur die Vergangenheit. Gefühle und viele Fragen werden wach, wenn Rexi, Limi und Eati zurückblicken. Egal, wie lange sie bereits in der Essstörung gefangen sind. Erinnerungen haben kein festgelegtes Zeitfenster, genau wie die Essstörung.

Limi blickt zurück

(…) Ich war gerade mal vierzehn Jahre alt, als ich in der Schule zusammenbrach. Mein Kreislauf spielte verrückt. Mit einem Schlag wurde es mir schwindelig. Ich hielt vor Schreck meinen Kopf fest, weil es sich anfühlte, als drehe sich die Kugel auf meinem Hals in einemfort. Es änderte sich dadurch aber nichts. Kurz darauf wurde Schwarz vor Augen, ich musste mich setzen.

Ich fasste allen Mut zusammen und ging zu einer Lehrerin, weil ich einfach nur noch Heim wollte. Das Problem, meine Mutter war telefonisch nicht erreichbar. Jeder Pfennig floss in billigen Schnaps, Dosenbier und fuseligen Wein. Somit blieb für solche modernen Dinge – wie ein Telefon – nichts übrig.

Kurzerhand fuhr mich meine Lehrerin nach Hause, denn sie erkannte die dahintersteckende Ernsthaftigkeit. Mir war das zwar peinlich, aber in der Schule hielt ich es auch nicht mehr aus.

Daheim, was alles andere als Gemütlichkeit und Fürsorge ausstrahlte, angekommen, war das übliche Drama voll im Gange. Ohne Kommentar legte ich mich ins Bett und zog die Bettdecke über meinen Kopf. Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben. Jedoch dauerte es nicht lang bis meine Mutter ohne zu klopfen zur Tür hineinwankte. Sie sagte nur: “Das sind die Auswirkungen deiner Kotzerei.” Danach stolperte sie, ohne einen weiteren Blick in meine Richtung, hinaus. (…)

Nächste Woche – am 12.01.2017 – gewährt euch Rexi einen Blick in ihre Erinnerung.

2 Gedanken zu “Bulimia nervosa – E wie Erinnerung

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