Magersucht: X wie niX essen

Wer Magersucht hört, denkt sofort an die rigorose Verweigerung von Essen, was so nicht ganz der Wahrheit entspricht. Magersüchtige müssen essen und das wissen sie. Etwas zu essen ist schwierig. Es ist schier unmöglich, einfach so ein Stück Kuchen mit gutem Gewissen und mit Genuss zu essen. Das geht nicht. Genauso wenig, wie am Strand den Sand wegzukehren.

Absicht der Magersucht ist:

In kürzester Zeit – durch das strikte Verweigern von Essen bzw. durch sehr geringe Nahrungsaufnahme – Gewicht zu verlieren. Betroffene verfolgen ihr Ziel diszipliniert und kontrollieren ständig ihr Körpergewicht.

Nichts oder sehr wenig zu essen ist nicht nur gegen unsere Natur, sondern widerspricht auch unserer Veranlagung. Essen gehört seit jeher zu unserem Überlebensprogramm. Nichts zu essen führt unweigerlich zu einem unbändigen Hungergefühl, welcher schlimmstenfalls durch Fressattacken gebändigt wird. (Siehe Blogartikel: Magersucht – P wie Purging Typ)

!!! Achtung !!! Die geläufige Bezeichnung „Anorexie“ beschreibt nicht die Magersucht. Anorexie heißt übersetzt Appetitlosigkeit und hat mit dem Wesen der Magersucht nichts zu tun.

Warum das alles?

Magersucht drückt etwas aus, wie ein Künstler, der sich nur mithilfe seiner Bilder ausdrücken kann. Das Bild sagt in dem Moment mehr, wie tausend Worte. Und so ähnlich ist es mit einer Magersucht. Es gibt Konflikte, die einen an den Rand der Verzweiflung bringen. Manchen ist in Stressmomenten der Magen zugeschnürt. Einige wiederum können nur mit viel Essen einer Sache Heer werden. Ohne gleich an eine Essstörung zu denken.

Essstörungen sind abstrakt und sind nur bedingt mit Wörter beschreibbar. Jeder erlebt es anders und jeder drückt mit einer Magersucht auch etwas anders aus. Zu wenig Essen bringt jeden irgendwann zum Stillstand. Ist es wirklich das, was erreicht werden will? Nein, definitiv nicht. Klar, spielen eventueller Suizid und der gesundheitliche Worst Case eine erhebliche Rolle, aber nicht ständig. Bevor der Mensch aufgibt, muss erst sein stahlharter Lebenswille gebrochen werden. Auch wenn das kaum einer zugibt, die meisten – darunter auch Essgestörte – hängen an ihrem Leben.

Ich kann nur für mich sprechen.

Damals, als ich am Ende meiner Kräfte war, wollte ich mich unsichtbar machen, aber ich wollte nicht sterben. Ich wollte weg von meinen Problemen, auch wenn ich mir ein Leben ohne Essstörung nicht vorstellen konnte. Über ein Jahrzehnt ist das mittlerweile her. Das ursprüngliche Problem gibt es noch, aber ich habe meinen Blickwinkel geändert und das mit vollem Herzen und klarem Bewusstsein. Nicht das Problem war das Problem, sondern ich mit meiner Empfindungsstruktur. !!! Achtung !!! Das ist nicht auf alle Magersüchtige übertragbar.

Anorexia nervosa ist kein Experiment!
Prävention ist ein Muss – ich wiederhole mich so lange, bis es erkannt wird.

Ich kann nicht

Wie es weitergeht

nächsten Mittwoch  – 19.10.2016 – Y wie TYpenveränderung

Auszug aus meinem eBook-Ratgeber: Der Horror des Essens – Vom Genuss Bis(s) zur Essstörung

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