Magersucht: W wie Wachstumsstörung

Zum Wachsen benötigt jeder Körper Energie sowie u.a. lebensnotwendige Mineralstoffe, Vitamine und Fettsäuren. Wenn diese nicht zugeführt werden, dann entstehen logischerweise Defizite. Doch nicht nur das, auch das Immunsystem funktioniert nicht im vollen Umfang und der Hormonhaushalt ist gestört.

Tritt eine Magersucht noch vor der Pubertät auf, verzögert sich unweigerlich das Körperwachstum und natürlich auch die geschlechtsspezifische Entwicklung. Kein Wunder, wenn essentielle Nährstoffe fehlen. Ein Motor läuft auch nicht ohne Öl und Treibstoff.

Wie verhält es sich bei starkem Untergewicht?

Bei starkem Untergewicht bleibt bei den Mädchen die Menstruation aus. Kommen nicht genügend Mineralstoffe in den Körper, können die Haare ausfallen, die Haut schuppig werden und schlimmstenfalls droht Osteoporose. Des Weiteren schwinden die Muskeln, weil der Körper Eiweiße benötigt, die letztendlich nur noch in den Muskeln zu finden sind. Durch die Nahrung werden schließlich keine Eiweiße zugeführt. Der Körper nutzt alles, was ihm zur Verfügung steht.

Das Schlimme bei Muskelschwund ist, dass der Herzmuskel ebenso in Mitleidenschaft gezogen wird, wie bspw. der Trizeps. Die Folge sind Herzrhythmusstörungen. Weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen sind:

  • Verstopfung
  • Flaumbehaarung
  • niedrige Körpertemperatur
  • Konzentrationsschwäche
  • verlangsamter Herzschlag
  • niedriger Blutdruck
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Leberschäden
  • Nierenversagen
  • u.v.m.

Magersucht und Macht

Magersucht trägt ein gewisses Machtpotenzial in sich. Betroffene wollen sich in erster Linie kontrollieren, wenn sie sich schon in ihrem Umfeld | Situation | Vergangenheit nicht unter Kontrolle haben. Es geht nicht um den Akt des Essens an sich und auch nicht um den Geschmack. Essen löst eine Reaktion in ihnen aus, die nichts mit dem Sättigungsgefühl zu tun haben. Es ist ein Versuch, mit ihren Problemen fertig zu werden. Mit der Essensverweigerung wird etwas ausgedrückt, wozu Worte und/oder Taten nicht ausreichen.

Geschichtsträchtig

Magersucht ist in der Menschheitsgeschichte tief verwurzelt. Früher wurde aus asketischen und religiösen Gründen gefastet. Heutzutage, bspw. um sich zu entgiften oder sonstige Reinigungsprogramme im Körper zu starten bzw. zu unterstützen. Was hat Fasten mit Magersucht zu tun? Fasten ist nichts anderes als eine Nahrungsverweigerung, um ein bestimmtes esoterisches und/oder gesundheitliches Ziel zu erreichen. Egal mit welchem Hintergrund, am Ende steht schlimmstenfalls die Magersucht breitgrinsend und mit offenen Armen.

!!! Achtung !!!

… bitte richtig verstehen! Nicht alle die eine solche Zeremonie abhalten, sind automatisch gefährdet. Die Ursachen einer Anorexia nervosa sind sehr vielfältig. Ein anfangs harmlosen Fasten kann unter Umständen in eine Magersucht führen, muss es aber nicht. Ich möchte damit nur zeigen, dass die Magersucht – in ihrem Grundgedanken – bereits seit vielen Jahrhunderten existiert.

Manchmal reicht eine klitzekleine Bemerkung über die Figur, den Zustand oder den Menschen selbst aus, um den Weg in eine Essstörung zu ebnen. Deshalb ist ein respektvoller Umgang genauso wichtig, wie ein gestärktes Selbstwertgefühl.

Magersucht ist kein Experiment!

Prävention ist ein Muss – ich wiederhole mich so lange, bis es erkannt wird.

Experiment

Wie es weitergeht

nächsten Mittwoch  – 12.10.2016 – X wie niX essen

Auszug aus meinem eBook-Ratgeber: Der Horror des Essens – Vom Genuss Bis(s) zur Essstörung

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