Magersucht: U wie Untergewicht

Untergewicht sagt aus, dass es einen Normbereich geben muss, in dem jeder gewichtstechnisch liegen sollte. Die Berechnung eines gesunden Gewichtes wird noch immer mithilfe des Body-Maß-Indexes (BMI) durchgeführt. Obwohl der BMI veraltet ist, gelten seit 1980 nach wie vor die – von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) festgesetzten – Kennzahlen.

Zur Erinnerung

Der BMI berechnet sich:

Gewicht geteilt durch Größe in Meterangabe ins Quadrat.
Oder ganz einfach –> Gewicht durch Größe durch Größe.

Bsp.:   Ich wiege 56 kg und bin 1,70 m groß.

Rechnung:   56 : 1,7 : 1,7 = 19,34

 

Grobe Einteilung

  • BMI-Wert unter 18,5 = Untergewicht
  • BMI-Wert zwischen 18,6 bis 24,9 = Normalgewicht
  • BMI-Wert über 25 = Übergewicht

Laut dieser Kennzahlen liege ich noch im Normbereich mit meinem Gewicht. Alles gut für mich, wenn auch nicht optimal. Wer mich sieht, denkt sofort: „Die ist aber dünn, zu dünn!“ Ich lege viel Wert darauf, als sehr schlank zu gelten. Das erlöst mich von dem krankhaften Schimmer, der von der Bezeichnung „dünn“ ausgeht. Denn ich habe den Bann einer Essstörung durchbrochen. Wirklich durchbrochen… Außenstehende sehen nur die dürre Hülle und nicht der Kampf, der hinter einem liegt. Logisch, wie sollte es auch anders gehen?

Untergewicht ist lebensgefährlich. Jedoch bei welchem genauen Gewicht es gesundheitlich untragbar wird, kann man pauschal nicht sagen. Die Körpergröße ist ein ausschlaggebender Faktor, sowie das Alter. Mein Minimum lag bei 42 kg – BMI von 14,53. Viel hätte nicht mehr gefehlt und mich gäbe es heute nicht mehr. Ein BMI von 13 gilt allgemein als tödlich.

Die Kiloanzahl bestimmt bei einer anorektische Person, ob bzw. was wie viel gegessen werden darf. Je niedriger das Gewicht, desto besser der Tag. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass Magersüchtige die Gefährlichkeit des Untergewichtes nicht sehen. Denn sie empfinden sich nicht als zu dünn, sondern als zu fett –> selbst bei einem Gewicht von 42 kg bei 1,70 m Körpergröße.

Untergewicht kann viele Ursachen haben. Zu einer Magersucht gehört Untergewicht in den meisten Fällen dazu. Jedoch können auch andere Faktoren und Krankheitsbilder ein Untergewicht begünstigen. Untergewicht heißt nicht automatisch gleich Anorexia nervosa.

Prävention in diesem Bereich ist genauso wichtig und unerlässlich, wie in der aktuell heiß diskutierten Flüchtlingsdebatte. Auch wenn im Moment andere Themen an der Oberfläche sind, brodelt die Thematik “Essstörung” munter im Inneren vor sich hin. Ein Ausbruch kann durch Aufklärung und Prävention vermindert werden. Davon bin ich überzeugt und deshalb setze ich mich dafür ein.

Wenn du liebe/r Leser/in weißt, wo ich mich engagieren kann, lass es mich bitte wissen. Smiley

Untergewicht

Wie es weitergeht

nächsten Mittwoch  – 28.09.2016 – V wie Verweigerung

Auszug aus meinem eBook-Ratgeber: Der Horror des Essens – Vom Genuss Bis(s) zur Essstörung

🙂 Happy Kalorie ist auch bei Facebook  🙂  KLICKGefällt mir  😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s