Essanfallsstörung: K wie kein ungeschehen machen

Stell dir vor, du hast dich richtiggehend mit deiner Lieblingsspeise vollgegessen. Nichts, aber auch gar nichts passt mehr in deinen Magen. Du hast das Gefühl, jeden Moment zu platzen. Ein Bulimiker wie Limi könnte dieses Gefühl nicht aushalten. Was würde Limi jetzt tun? Richtig, sich erbrechen, Abführmittel einnehmen und/oder exzessiven Sport treiben.

Und das ist der Unterschied zur Binge Eating Disorder (BED). Eati kotzt nicht. Sie treibt auch keinen Sport, oder hungert ein paar Tage. Nein, sie isst ganz normal weiter. Völlig gleich, was Eati in einer Essattacke verschlungen hat. Es bleibt im Magen! Daran gibt es nichts zu rütteln.

Hat Eati kein Sättigungsgefühl?

Nein, Hunger- und Sättigungsgefühl spielen für Eati keine Rolle. Sie nimmt vor allem das Sättigungsgefühl schlichtweg nicht mehr wahr.

Wann hört sie auf zu essen?

Eati isst und isst so lange weiter, bis es ihr übel wird oder Bauchschmerzen sie am Weiteressen hindern.

Eati muss doch aufgehen wie ein Hefekloß.

Das muss nicht zwingend passieren. Jedoch leiden Binge Eater häufig an Adipositas bzw. Übergewicht.

Ist Fettsucht eigentlich das gleiche wie Binge Eating Disorder?

Nein, sehr häufig wird BED als Adipositas oder Fettsucht bezeichnet. Doch BED ist nicht mit Adipositas gleichzusetzen.

Was ist dann Adipositas?

Adipositas heißt übersetzt Fettleibigkeit und ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit beträchtlichem Übergewicht, welche am Body-Maß-Index (BMI) gemessen wird.

Eati erzählt:

Der ganze Horror fing circa vor drei Jahren an. Von jetzt auf gleich konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu essen. Mich überkam ein anfallartiges Verlangen nach Essen. „Immer mehr, immer mehr!“, schrie mein Magen. Wie in Trance schob ich alles in mich hinein, was ich finden konnte. Da ich zuvor meinen Wochenendeinkauf erledigt hatte, war auch genug im Haus. Letztendlich war es mir egal, was ich aß, Hauptsache Essen in rauen Mengen. Kauen und Schlucken war eins. Das Schlimme war, ich fühlte mich nicht satt. Alles, was ich in mich hineinstopfte, fiel scheinbar in ein schwarzes Loch. Nachdem ich soweit alles verdrückt hatte, was greifbar war, holten mich Magenschmerzen zurück in die Realität.

Ich fühlte mich eklig vollgegessen. Mein Bauch war aufgebläht und prallgefüllt. Nichts hätte mehr Platz gehabt. Mir wurde richtig schlecht, als ich nur an die Möglichkeit des Essens dachte. Langsam trottete ich ins Bad, um mir die Hände zu waschen. In meinem Gesicht entdeckte ich ein paar Essensreste, die den Weg in meinen Mund vor lauter Gier nicht geschafft hatten.

„Warum?“, fragte ich mich. „Warum hast du ausgerechnet jetzt die Kontrolle verloren?“ Darauf wusste ich keine Antwort. Zwar schämte ich mich für mein Verhalten, aber ich konnte es nicht mehr ändern. (…)

kein ungeschehen

Wie es weitergeht

nächsten Freitag – 01.07.2016 – L wie Langeweile

Auszug aus meinem eBook-Ratgeber: Der Horror des Essens – Vom Genuss Bis(s) zur Essstörung

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